'Mein Pisa'

Die Grundsteinlegung im Jahr 1173, Fertigstellung 1372.

Vor 20 Jahren brachte mich die Liebe zu einem Mann erstmalig nach Pisa. Seither ist Pisa immer wieder mein Anlaufziel, von wo aus ich die Toskana erleben kann. Nun gilt meine Liebe der Toskana, vielleicht kann ich Dich mit ihr anstecken?

Und jedes Jahr ist ein kurzer Besuch des Schiefen Turms eingeplantes Ritual. Steht er noch? Ein Foto zum Beweis und weiter gehts..

Weltkulturerbe

Die Grundsteinlegung des Schiefen Turms fand am 9. August 1173 statt. Als nach einigen Jahren die ersten drei Stockwerke fertiggestellt waren, hatte der Turm wegen eines Grundbruches bereits eine Schräglage nach südosten. Die Bauarbeiten wurden daraufhin für 100 Jahre unterbrochen. Danach wurden weitere vier Stockwerke ergänzt, diese wurden schräg gebaut, um die Schieflage auszugleichen.

Im Jahr 1372 war dann auch die Glockenstube des 54 Meter hohen 'Campanile' fertiggestellt. Die Unesco erklärte 1987 den Schiefen Turm, die Kathedrale, das Baptisterium und den alten Friedhof als Weltkulturerbe.

Nach 12-jährigen Sanierungsmaßnahmen, in denen Turm für Besucher gesperrt blieb, kann er nun in Gruppen zu 30 Personen für einen Preis von 15 Euro besichtig und bestiegen werden. Die Aussicht lohnt sich!

Die Stadt

Das Stadtzentrum erstreckt sich über die historischen Stadtviertel, vom Bahnhof im Süden bis zur Piazza dei Miracoli (Platz der Wunder) mit dem Schiefen Turm im Norden.

Da sich die meisten Touristen nicht weit vom Schiefen Turm entfernen, findet man in Pisa eine der Städte der Toskana, die im Grunde recht ursprünglich und echt geblieben sind. Spaziert man nur wenige hundert Meter vom Turm aus, sieht man verwinkelte Gassen, Bars und die typischen im Pisaner Gelb gestrichenen Häuser, die den ehemaligen Reichtum der Stadt noch erahnen lassen.

Pisa hat zirka 90.000 Einwohner, die Atmosphäre und Lebendigkeit der Stadt wird von ca. 40.000 Studenten, die fast die Hälfte der Bewohner Pisas ausmachen, geprägt. Dies führt dazu, dass die Stadt, wenn der Unibetrieb ruht, weniger turbulent ist.

Platz der Wunder

Der Platz der Wunder wird im Italienischen 'Piazza dei Miracoli' genannt. Hier finden wir den weltberühmten Schiefen Turm, das Baptisterium und den Dom. Und wirklich hat dieser Platz etwas zauberhaftes, besonders wenn wir ihn in der Abenddämmerung besuchen, die meißten Besucher schon zum Abendessen aufgebrochen sind und die zahlreichen Busse ihre Touristen wieder eingeladen haben.